Über mich

Judith Schüpbach

Dipl. Beratende Seelsorgerin bcb

Beraterin SGfBCounsellor SGfB

 

Besondere Schwerpunkte: 

  • Psychosoziale Beratung
  • Paar- & Eheberatung
  • Persönlichkeitsentwicklung

 

Seit 2003 verheiratet, zweifache Mutter

Seit 2006 in Gemeindearbeit tätig

Meine Überzeugung

Es gibt keine hoffnungslosen Fälle und Situationen.

Meine Motivation

In jedem Menschen schlummert viel Potential, das entdeckt werden will.

Meine Arbeitsweise

Ich arbeite methodenplural-integrativ. Meine Lebenswerte sind im christlichen Glauben verankert. Regelmässige

Fort- und Weiterbildungen, sowie persönliche Supervision sind für mich fester Bestandteil meiner Beratertätigkeit.

Mein Menschenbild


Die Würde des Einzelnen und der Schutz des Lebens sind für mich verbindlicher Bestandteil meiner Beratungsarbeit. Unterschiedliche Weltanschauungen oder ethische Überzeugungen sind Teil der Freiheit des Menschen und ich respektiere andere Meinungen und andere politische oder religiöse Überzeugungen.


Einblick in meine Lebensgeschichte

Ich bin 1975 in Deutschland geboren und in einem Elternhaus  grossgeworden, in dem mir die Liebe zum christlichen Glauben vermittelt wurde. Ich hatte eine 2 1/2 Jahre jüngere Schwester. Meine Kindheit erlebte ich meist als behütet. Schon früh wurde ich musikalisch stark gefördert und lernte mehrere Instrumente. Meine Hauptinstrumente wurden die Kirchenorgel und das Klavier, welches nach wie vor eine grosse Rolle in meinem Leben spielt.

 

Im Alter von 10 Jahren hatte ich einen folgenschweren Sportunfall, bei dem meine linke Kniescheibe zertrümmert wurde. Die Konsequenzen des Unfalls waren verschiedene Operationen über mehrere Jahre  hinweg und Spätfolgen aufgrund der anatomischen Veränderungen, unter denen ich zeitlebens leide und eingeschränkt bin.  

 

Nach der 10. Klasse Gymnasium entschied ich mich für eine Ausbildung zur Arzthelferin, das Themenfeld "Medizin" faszinierte mich sehr. Ich erweiterte später meine Kompetenzen in diesem Bereich durch Weiter- und Fortbildungen und einer 2-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung zur Arztfachhelferin (heutige Berufsbezeichnung: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung)

 

Meine "unbeschwerten" Jahre waren 1998 schlagartig vorbei, als meine Schwester bei einem Autounfall ums Leben kam. Der Verlust hat den Verlauf meiner Persönlichkeitsentwicklung stark beeinflusst. Mein Leben wurde nur ein Jahr später durch die Trennung von meinem damaligen Verlobten nach über 5 Jahren Beziehung um einen weiteren schmerzhaften Verlust ergänzt. Eine Folge der Trennung war, dass ich Wohnort und Arbeitsstelle wechselte und in einer Privatärztlichen Verrechnungsstelle in der Korrespondenzabteilung ein neues Arbeitsumfeld kennenlernte. Die Arbeit hinter dem Schreibtisch war für mich neu, machte mir aber sehr viel Spass und ich blühte wieder auf. In kurzer Zeit hatte ich einen neuen Freundeskreis und mein Leben schien sich in die richtige Richtung zu entwickeln. Trotz der Freude an meiner Arbeitsstelle machte sich in meinem Inneren nach einiger Zeit eine gewisse Unruhe bemerkbar. Diese führte mich schliesslich 2001 an das Theologische Seminar St. Chrischona bei Basel, wo ich den Jahreskurs absolvierte. Am Theologischen Seminar lernte ich meinen heutigen Mann Andreas kennen und lieben. Nach meinem Jahr am TSC kehrte ich im Sommer 2002 für ein Jahr an meine alte Arbeitsstelle zurück, die Hochzeit war für Sommer 2003 geplant.

 

Kaum war ich wieder in meinem alten Umfeld, erkrankte ich überraschend schwer. Die ärztliche Diagnose lautete: Herzmuskelentzündung. Es folgten Monate der Bettlägerigkeit und tiefer Verzweiflung. Im Frühling 2003 wurde die Herzmuskelentzündung langsam besser. Im Juni konnte ich in Reha und Andreas und ich durften am 28.06.2003 heiraten. Die völlige Genesung zog sich allerdings noch einige Zeit hin. 

 

2006 beendete mein Mann das Theologie-Studium. "Unsere" erste Gemeinde als Pastorenehepaar erwartete uns mit der FEG Schiers im Prättigau und wir starteten hochmotiviert in den neuen Lebensabschnitt. 2007 wurde unser Glück durch die Geburt unseres Sohnes Raphael ergänzt. Ende 2009 erweiterte sich unsere Familie erneut durch unsere Tochter Jael und die Freude war gross.  Wir fühlten uns in Schiers und in der Gemeinde sehr wohl und es schien, als würden sich ruhigere Zeiten anbahnen. Im Sommer 2010 begann Jael im Alter von 6 Monaten in den Nächten stundenlang zu weinen. Die Ärzte konnten keine Ursache feststellen - die Schreiattacken blieben über einen Zeitraum von fast 15 Monaten. Der Schlafmangel wurde immer grösser und die Konsequenz davon war eine Erschöpfungsdepression in erschreckendem Ausmass. Was ich nie für möglich gehalten hätte, trat ein. Mein Gottesbild und mein Inneres zerbrachen in unzählige Stücke und Suizidgedanken machten sich breit. Insgesamt war ich während drei Jahren in innerer Finsternis gefangen.

 

Mit unserem ersten Gemeindewechsel in die FEG Heiden stand  2014 auch ein Umzug vor der Tür, wir zogen ins Appenzellerland. In der Abgeschiedenheit und Ruhe von Wald ging es mir schnell besser und meine Kräfte kehrten zurück. Doch wieder geschah etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte - ich wurde zunehmend von Ängsten gequält. Während einer Ehewoche wurde mir bewusst, dass diese Ängste mir sehr viel Lebensqualität raubten. Ich beschloss, mich diesen Ängsten bis ins Letzte zu stellen. Daraufhin folgte ein Befreiungsschlag, der mich in die Beratertätigkeit "trieb". Durch Seelsorge und meine Ausbildung bei bcb Schweiz (Bildungszentrum christliche Begleitung & Beratung) erlebte ich, wie ich Stück für Stück von meinen Ängsten frei wurde. Ich sehe heute vieles mit anderen Augen und bin sehr dankbar für mein Leben.

 

Bewusst habe ich hier einige schwierige Stationen aus meinem Leben erwähnt. Es gab auch viel Gutes und Ermutigendes. Aber am meisten geprägt hat mich die erfahrene innere Heilung, die ich lange Zeit selbst nicht für möglich gehalten hätte. Tiefe Gewissheit, dass ich im Letzten gehalten bin, trägt mich durch schwierige Zeiten und schenkt mir Gelassenheit, Hoffnung und Zuversicht.

 

Ich möchte Sie mit meiner Lebensgeschichte ermutigen, nicht aufzugeben. Egal an welchem Punkt Sie gerade aktuell stehen, es gibt Auswege und innere Heilung. Gönnen Sie sich die Begleitung einer ausgebildeten Person Ihres Vertrauens.

Es gibt mehr!