Neurosensitivität / Hochsensibilität

"Ich habe gemerkt: Das Wunder, auf das ich so lange gewartet habe, bin ich selbst." (Selma Lagerlöf)

 

Der Begriff «Hochsensibilität» führte das US-amerikanische Ehepaar Aron Ende der 90er Jahre als ein neues Persönlichkeitsmerkmal in die psychologische Forschung ein (Aron&Aron, 1997). Seitdem wird der Begriff zunehmend diskutiert. Neuere wissenschaftliche Konzepte erforschen die Persönlichkeitsvariante unter dem Begriff «Neurosensitivität». Gemeint ist im Allgemeinen eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit von Umgebungsreizen, aber auch von internen Reizen (wie z. B. eigene Gefühle). Nach Ansicht des Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Michael Pluess basiert die Wahrnehmungs- und Verarbeitungsfähigkeit von Umgebungsreizen auf einer (unterschiedlich ausgeprägten) Sensitivität des zentralen Nervensystems (Pluess, 2015).

 

Eine erhöhte Neurosensitivität kann mit vier Facetten einhergehen (Homberg ET AL, 2016):

1.    Erhöhtes Bewusstsein

2.    Erhöhte Empathie

3.    Vertiefte Informationsverarbeitung

4.    Erhöhte Anfälligkeit für Überstimulation

 

Die ersten drei Facetten können im Leben einer hochsensitiven Person zu einer Kraftquelle werden, hier spricht man von Vantage-Sensibilität. Die enorme Datenmenge und Informationsflut, die eine hochsensitive Person aufgrund ihrer erhöhten Reizempfänglichkeit innerlich zu bewältigen hat, kann jedoch leicht zu einer Überforderung führen, belasten und krank machen (vierte Facette). Grundsätzlich ist die Hochsensibilität aber als eine wertvolle Ressource zu verstehen. 

 

Gerne helfe ich Ihnen dabei, diesen Teil Ihrer Persönlichkeit besser kennenzulernen und im Alltag gezielt als Ressource einsetzen zu können.